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Posts Tagged ‘Welt’

Theorie oder Haltung

Es ist das Beste über Kafka. Dessen literarisches Konzept wie eine Theorie oder Haltung zur Welt zu lesen kommt Kafka am nächsten. Auch die Auffassungen von der Zugehörigkeit zur Territorialität gefällt mir. Die Visionen Kafkas sind wie der Extrakt einer Philosophie.
Deleuze spricht von der Kette der Signifikanten, die sich inflationieren. Ist dies eine Beschreibung dessen, was du als Maler machst? Weiterlesen …

Leichtigkeit

Wenn man sieht, mit welcher Leichtigkeit er gemalt, und liest, worüber er Worte verloren hat, und erlebt, wie sich Wort und Bild in seinen Aquarellen vermischen, als sei Schreiben wie Malen, so ist klar, daß Miller weder einseitig noch ein Engstirniger war, der sich auf ein einziges Gebiet zurückzog und auf einen einzigen Sektor beschränkte und alles übrige als zweitrangig und nichtssagend verwarf. Er ist so etwas wie ein Nomade des Geistes, Weiterlesen …

Im Atelier

Es war, als wäre er in einer anderen Welt, aus der er sich nicht herausreißen ließ, selbst dann nicht, wenn ein im Atelier anwesender Freund seine Sorgen bei ihm ablud. Was Miller über sich sagt, klingt, als zeuge das Malen einen anderen Menschen, dessen fröhliche Farbwut auch andere dazu animierte, so daß eine ganze Gruppe sich bei ihm einquartierte, Weiterlesen …

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Lebensbedingung

All dies bringt mich auf die Gegenwart. Wir sehen uns einer absolut neuen Lebensbedingung gegenüber, die – zumindest für einen sensitiven Menschen – nahezu unerträglich ist. Ich zweifle nicht, daß es einen solchen Antagonismus immer gegeben hat: Weiterlesen …

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Liebe

Es kommt einem so vor, als gelänge ihm da das Übertreten einer Schwelle, die ihn wieder mit der Welt in Liebe verbindet, insofern da trennende Mauern gefallen sind, zumindestens für die Dauer des Malaktes. Dabei verallgemeinert Miller die unhinter-gehbare Problematik des Abgespaltetseins vom Kosmos in Die Welt des D.H. Lawrence, wo er schreibt: „Das große Schuldgefühl, das den Menschen – Weiterlesen …

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Kathedralen

Abgebildet waren darauf Wallfahrtsorte, Wolkenkratzer, große und kleine Häfen, mittelalterliche Schlösser und Kathedralen, chinesische Pagoden, Burgverliese, exotische Tiere, die großen Ströme der Welt, berühmte Gräber, alte Schriften, Hindugötter und -göttinnen, primitive Kleidungsstücke, orientalische Typen, Ruinen, alte Schmöker, berühmte Aktbilder, Cezannes Äpfel, van Goghs Sonnenblumen, jede denkbare Kreuzigung, Weiterlesen …

Weltliteratur

Bedenklich ist, wie sehr der ihm vorauseilende Ruf als „der wahrscheinlich obszönste Schriftsteller der Weltliteratur“ (Heribert Read) davon ablenkt, worüber er in seinen mit beträchtlichem Begleitgetöse zu Bestsellern aufgestiegenen Büchern eigentlich nachsann, nämlich über die Kunst, wahr zu leben. Weiterlesen …