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Posts Tagged ‘Menschen’

Märtyrer

Die letzten Jahre seines Lebens ist er ein wirklich Wahnsinniger im wahrsten Sinne des Wortes. Ganz Flamme und Geist, schäumt er von schöpferischer Energie über. Er ist der Becher, der überfließt. Und er ist einsam. Es ist schwer, in Arles Frauen als Modelle zu gewinnen. Seine Bilder sind grauenhaft, finden die Leute. ,Sie strotzen einfach von Farbe!'“
Soweit Miller, der in van Gogh den Künstler, der Märtyrer ist, und gleichzeitig die reine und revolutionäre Farbigkeit seiner bezaubernden Bilder sieht. Des Schriftstellers Sympathien gelten einem van Gogh, der „mit den Armen und Elenden, den ausgebeuteten Arbeitern, den Ausgestoßenen“ verkehrte, den Bauern liebte und ihn eher als den gebildeten Menschen pries und der, „als er uns eine neue Erde geschenkt hatte, fand, daß er der Welt nicht mehr gewachsen war: freiwillig ging er in eine Irrenanstalt.“

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Zerstörung

Jedoch verachtete Miller diese Sucht der Künstler nach Genie, davor warnend, aus den wenigen Großen eine Art Götter zu machen. Deshalb sein Aufruf, es nicht nur bei der Zerstörung des Kults zu belassen, und der Rat, auf „die Schöpfungen großer Menschen“ zu pfeifen, damit jedem ermöglicht wird, auf seiner Ebene Künstler zu werden. Er fand es bei weitem besser, daß jeder Mensch auf seine jeweilige Weise schöpferisch wird, anstatt diejenigen, Weiterlesen …

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Die Reichen

Diese zugespitzte Analyse der Verhältnisse klingt wie eine negative Vorausahnung einer Sackgasse, die er kommen sieht und wie folgt beschreibt: „Nur die Werke von Toten scheinen uns zu gefallen oder irgendeinen Wert für uns zu haben. Die Reichen lassen sich immer dazu bringen, ein neues Museum zu unterstützen. Auf die Akademien kann man immer zählen, wenn es darum geht, uns mit Wachhunden und Hyänen zu versorgen; die Kritiker sind vorhanden, die sich dafür bezahlen lassen, daß sie alles töten, Weiterlesen …

Lebensbedingung

All dies bringt mich auf die Gegenwart. Wir sehen uns einer absolut neuen Lebensbedingung gegenüber, die – zumindest für einen sensitiven Menschen – nahezu unerträglich ist. Ich zweifle nicht, daß es einen solchen Antagonismus immer gegeben hat: Weiterlesen …

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Positionen

Durch die Kargheit der Räume und die sperrigen Positionen, die die Menschen darin einnehmen, baut er so unauflösbare Spannungen auf, daß sie sich nicht definieren lassen. In Hotel by a Railroad sitzt eine Frau im Unterrock in einem Sessel und liest, während ihr der Mann, womöglich ihr Ehemann, den Rücken zuwendet und rauchend aus dem Fenster blickt, Weiterlesen …

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Das Motiv

Jedes Bild ist ein Fest für die Augen, auch wenn das Motiv ganz unspektakulär ist, wie ein Feldweg, ein Ortsrand, eine Wiese mit Obstbäumen. Menschen tauchen nur klein und verwischt in der Ferne auf, aufgesogen vom farblichen Fluidum, von Atmosphäre, Licht und Vegetation. Weiterlesen …

Positionen

Durch die Kargheit der Räume und die sperrigen Positionen, die die Menschen darin einnehmen, baut er so unauflösbare Spannungen auf, daß sie sich nicht definieren lassen. In Hotel by a Railroad sitzt eine Frau im Unterrock in einem Sessel und liest, während ihr der Mann, womöglich ihr Ehemann, den Rücken zuwendet und rauchend aus dem Fenster blickt, Weiterlesen …

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