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Posts Tagged ‘malen’

Vorstellungen

Lassen wir Revue passieren, was Miller über den kleinen Unterschied zwischen Malen und Schreiben sagt, so wird klar, daß er schreibend seine Vorstellungen ausdrückt, die beim Malen restlos abwesend sind. Daß dies so ist, erklärt Miller damit, daß er keinerlei Wissen über Malerei besitzt und deshalb gar nicht anders kann, als aus dem Bauch des Unbewußten heraus zu malen. Vermutlich entspricht Malen mehr als Schreiben der millerschen Vorstellung vom Sein ohne Scheuklappen. Er, der gegen alles Vorauswissen opponiert, entdeckt in der Malerei, Weiterlesen …

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Malen

Nach all dem, was wir nun über Miller wissen, verwundert es nicht, daß er sich zu einer Uhrzeit, wo es fürs Schreiben zu spät war, von einer Broschüre mit dem Titel Kunst und Irrsinn im allgemeinen inspirieren ließ. Wissend, daß aquarellieren heißt, sich wie ein Aquarell fühlen, begann er mit der allmählichen Verfertigung eines Bildes beim Malen eines Pferdes und dessen nachträglicher Vertextung. Doch drängt sich uns die Frage auf, ob Miller das Bild, Weiterlesen …

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Wiedergabe

Dieses Wieder-in-Bewegung-Geraten-des-Bildes durch die schriftliche Wiedergabe eines Strichs, der zu weiteren anstößt, verweist auf die Übergänge, die das Bild zum Bild werden läßt. Malen gleicht wie Schreiben einem Strom, derjaetwas Intensives, Plötzliches und Wandelbares ist, Weiterlesen …

Der Text

Der Text erscheint wie eine den Mal Vorgang begleitende innere Tonspur, die für sich und parallel zur Malerei steht. Statt eine Aufbewahrung des stillstehenden Bildes in Sprache anzusteuern, wird es in die Bewegung des Werdens zurückversetzt. Eine Bewegung, die mit jedem Lesen wiederholbar ist. Wenn Malerei alles auf Bilder im Stillstand abstellt, so vermag die Literatur zurückzuschauen auf die Zeit, wo das Bild noch nicht war, wie es geworden ist. Weiterlesen …

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Schlaflosigkeit

Durcheinander gerieten Schrift und Bild in einer Periode, wo Miller unter Schlaflosigkeit litt und um drei Uhr morgens aufstand, um zu aquarellieren. Kaum malend schrieb er gleichzeitig, so daß sich Worte und Farben verquickten. Alles geriet außer Kontrolle trotz seiner Selbstermahnungen, wonach etwas, was sich ereignete, unsinnig und völlig blöd Weiterlesen …

Tonspur

Die innere Tonspur des malenden Unterbewußtseins, schreibend Obgleich also ein reger Austausch zwischen beidem stattfand, was sogar soweit ging, daß Miller sich an dem durchs Malen ausgelösten Assoziationsprozeß entlangtextete, ist es gleichwohl möglich, zwischen Bild und Text zu unterscheiden. Es erfolgt da keine Nivellierung, sondern ein Von-hier-nach-dort-und-wieder-Zurück, wodurch ein gegenseitiges Befruchten und Dialoge Weiterlesen …

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Im Atelier

Es war, als wäre er in einer anderen Welt, aus der er sich nicht herausreißen ließ, selbst dann nicht, wenn ein im Atelier anwesender Freund seine Sorgen bei ihm ablud. Was Miller über sich sagt, klingt, als zeuge das Malen einen anderen Menschen, dessen fröhliche Farbwut auch andere dazu animierte, so daß eine ganze Gruppe sich bei ihm einquartierte, Weiterlesen …

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