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Posts Tagged ‘Künstler’

Lebensverhältnisse

Derartige Widersprüche erschweren die Miller-Rezeption. Aber eins ist gewiß: Indem er die Lebensverhältnisse des Künstlers analysierte und sich über deren Widersinn auskotzte und über die Revolutionierung des Farbgebrauchs im allgemeinen und den Einsatz von Schwarz im besonderen reflektierte, demonstriert er uns, daß er die Kunst nicht aus einer Distanz, sondern von innen heraus verstand. Er verfügte über ein immanentes, eben nicht bloß angelesenes Wissen. Infiziert mit einem Aquarellkoller, der ihn erhellte, Weiterlesen …

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Spielerisch

In dieser Weise läßt sich auch Täpies auf das spannungsreiche Werk ein. Spielerisch geht er mit ihm um, vexierhaft, kombinatorisch. Lullus ist ihm Künstler, alter ego, dem er in seinen Bildern, Skulpturen und vor allem in seinem graphischen Werk in vielfältiger Weise huldigt. Die Faszination gilt der Codifizierung von Inhalten durch ein Bedeutungsalphabet, das für einen Hermetiker wie Täpies seinen Reiz natürlich im Modus der Verrätselung erfährt. Teilweise allerdings wirkte das lullianische Denken auf sein Schaffen auch in einer für ihn selbst ungeahnten und Weiterlesen …

Dialog

Auch deshalb war er befähigt zu seinen spezifischen Dialogen des Übergangs. Ob er sie mit sich selbst oder mit anderen Künstlern führte, er profitierte von dem Dazwischen als Farbenergetiker und Wortakrobat. Er war bestrebt, die Diskrepanz zwischen beiden aufzuheben, und war sich doch darüber im klaren, daß der Wortsucher ein anderer ist als derjenige, der in Farben träumt. Gerade deshalb war er ein beide Seiten vermittelnder Meister des Dialogs auf der Schwelle. 1986 erschien in Barcelona und Paris ein Künstlerbuch mit dem Titel »Täpies-Llull«. Weiterlesen …

Staubwolke

Die einzigen Künstler von heute, die für ihre Arbeit großzügig entlohnt werden, sind die Scharlatane; zu ihnen gehört nicht nur die importierte Variante, sondern auch die Landeskinder, die geschickt eine Staubwolke aufzuwirbeln verstehen, wenn es ums wirkliche Fragen geht.“
Ziehen wir davon die Passagen ab, in denen Miller überzieht, so bleibt doch ein heute zu bedenkender Kern übrig. Vor dem Hintergrund seiner deftig zulangenden Kritik erklärt sich, warum ein Maler wie van Gogh, der seiner Zeit voraus war, zu Lebzeiten erfolglos war und dementsprechend schlecht dran war. Weiterlesen …

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Essen

Die Armen können an nichts anderes denken als an Essen und Miete; die Reichen können sich amüsieren, indem sie sichere Kapitalanlagen sammeln, die ihnen von den Leichenschändern, die mit dem Schweiß und Blut der Künstler handeln, geliefert werden. Der Mittelstand zahlt Eintritt, um gaffen und kritisieren zu dürfen – stolz auf seine halbausgegorenen Kunstkenntnisse und zu ängstlich, sich für diejenigen einzusetzen, Weiterlesen …

Zerstörung

Jedoch verachtete Miller diese Sucht der Künstler nach Genie, davor warnend, aus den wenigen Großen eine Art Götter zu machen. Deshalb sein Aufruf, es nicht nur bei der Zerstörung des Kults zu belassen, und der Rat, auf „die Schöpfungen großer Menschen“ zu pfeifen, damit jedem ermöglicht wird, auf seiner Ebene Künstler zu werden. Er fand es bei weitem besser, daß jeder Mensch auf seine jeweilige Weise schöpferisch wird, anstatt diejenigen, Weiterlesen …

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Andy Warhol

Portrait von Andy Warhol. Biografie – Andy Warhol von Ralph Ueltzhoeffer.

Andy Warhol - Textportrait

Andy Warhol by http://www.ueltzhoeffer.de
Also ich existiere nicht, wenn mich keiner sieht. Das entspricht der Sartreschen Lehre. Das heißt, ich muß erfahren, wer ich bin, was meine Essenz ist. Ich lerne, wer ich bin, indem ich lebe. Mehr zu Thema: Kunst von Andy Warhol im (www.text-blog.net) von Dara Weishaupt.