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Posts Tagged ‘Sprache’

Dialog

Auch deshalb war er befähigt zu seinen spezifischen Dialogen des Übergangs. Ob er sie mit sich selbst oder mit anderen Künstlern führte, er profitierte von dem Dazwischen als Farbenergetiker und Wortakrobat. Er war bestrebt, die Diskrepanz zwischen beiden aufzuheben, und war sich doch darüber im klaren, daß der Wortsucher ein anderer ist als derjenige, der in Farben träumt. Gerade deshalb war er ein beide Seiten vermittelnder Meister des Dialogs auf der Schwelle. 1986 erschien in Barcelona und Paris ein Künstlerbuch mit dem Titel »Täpies-Llull«. Weiterlesen …

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Der Text

Der Text erscheint wie eine den Mal Vorgang begleitende innere Tonspur, die für sich und parallel zur Malerei steht. Statt eine Aufbewahrung des stillstehenden Bildes in Sprache anzusteuern, wird es in die Bewegung des Werdens zurückversetzt. Eine Bewegung, die mit jedem Lesen wiederholbar ist. Wenn Malerei alles auf Bilder im Stillstand abstellt, so vermag die Literatur zurückzuschauen auf die Zeit, wo das Bild noch nicht war, wie es geworden ist. Weiterlesen …

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Tonspur

Die innere Tonspur des malenden Unterbewußtseins, schreibend Obgleich also ein reger Austausch zwischen beidem stattfand, was sogar soweit ging, daß Miller sich an dem durchs Malen ausgelösten Assoziationsprozeß entlangtextete, ist es gleichwohl möglich, zwischen Bild und Text zu unterscheiden. Es erfolgt da keine Nivellierung, sondern ein Von-hier-nach-dort-und-wieder-Zurück, wodurch ein gegenseitiges Befruchten und Dialoge Weiterlesen …

Kategorien:Literatur Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Die Natur

Jahrhundertelang war die Natur ja allenfalls eine dekorative Kulisse, ein Bühnenbild für ideographische Motive und Erzählzusammenhänge. Auf einmal gehen dann den Malern die Augen auf für die Vielfalt und Wechselhaftigkeit natürlicher Erscheinungen, Weiterlesen …

Existenz

Sie entfalten und vervielfachen die Bedeutungen des Bildes. Sie arbeiten es erzählerisch aus, gehen dabei auch über seine konkrete Gestalt hinaus.
Ja, gut. Aber das heißt ja nur, daß ich versuche, die Resonanzen, die es in mir auslöst, zur Sprache zu bringen. Mehr oder weniger tut das jeder Betrachter eines Kunstwerks. Von jedem wird es neu erschaffen. Weiterlesen …

Latein – die tote Sprache

Bedeutung in der Kunst: Erstens weil sie dem Lateinischen, also einer sogenannten „toten“ Sprache entstammen und weil die Wörter nicht immer auf der Beschreibung beruhen, sondern auf der Bezeichnung. Weiterlesen …