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Posts Tagged ‘Bild’

Buch Chinas

Dadurch wird immer aufs neue ein dialektischer Prozeß in Gang gesetzt, eine Interaktion von Schrift und Bild, die bei Täpies nie im Sinne einer Kalligraphie deckungsgleich ist. In seinem Werk finden wir sowohl Hinweise auf das lullianische Bedeutungsalphabet wie auf sprachabhängige Wort-Bild-Kombinationen. Ein weiteres Universalbuch, das Künstler bis in die Gegenwart beschäftigt, ist das »Buch der Wandlungen«, das älteste Buch Chinas. Seit seinem Entstehen Ende des 2. Jahrtausends vor Christi Weiterlesen …

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Theorie oder Haltung

Es ist das Beste über Kafka. Dessen literarisches Konzept wie eine Theorie oder Haltung zur Welt zu lesen kommt Kafka am nächsten. Auch die Auffassungen von der Zugehörigkeit zur Territorialität gefällt mir. Die Visionen Kafkas sind wie der Extrakt einer Philosophie.
Deleuze spricht von der Kette der Signifikanten, die sich inflationieren. Ist dies eine Beschreibung dessen, was du als Maler machst? Weiterlesen …

Popularität

„Plötzlich beginnen, dank der riesigen Popularität eines aufsehenerregenden Buches, Tausende und aber Tausende in den Museen und Bildgalerien zu laufen: sie strömen wie ein Niagara von dem berauschenden Meisterwerken dieses verachteten und einsamen Genies Vincent van Gogh zusammen. Reproduktionen seiner Arbeiten sind überall zu sehen; man findet sie an den unerwartetesten Orten. Van Gogh hat es endlich geschafft. Endlich widerfährt ,dem großen Nichtskönner‘ Gerechtigkeit. Sein Glaube war offensichtlich gerechtfertigt. Weiterlesen …

Staubwolke

Die einzigen Künstler von heute, die für ihre Arbeit großzügig entlohnt werden, sind die Scharlatane; zu ihnen gehört nicht nur die importierte Variante, sondern auch die Landeskinder, die geschickt eine Staubwolke aufzuwirbeln verstehen, wenn es ums wirkliche Fragen geht.“
Ziehen wir davon die Passagen ab, in denen Miller überzieht, so bleibt doch ein heute zu bedenkender Kern übrig. Vor dem Hintergrund seiner deftig zulangenden Kritik erklärt sich, warum ein Maler wie van Gogh, der seiner Zeit voraus war, zu Lebzeiten erfolglos war und dementsprechend schlecht dran war. Weiterlesen …

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Bild mit Worten

Jedenfalls inauguriert er ein gemaltes Bild mit Worten. Dabei ein erstes Vorschweben von etruskischen Pferden aus dem Louvre, dann das Beginnen mit dem Zeichnen des Hinterteils mit einer „kleinen Öffnung für den Schweif, der später hineingesteckt werden kann“. Kaum ist der Rumpf angedeutet, schon das Bemerken, „daß er zu länglich geraten ist.“ Weiterlesen …

Malen

Nach all dem, was wir nun über Miller wissen, verwundert es nicht, daß er sich zu einer Uhrzeit, wo es fürs Schreiben zu spät war, von einer Broschüre mit dem Titel Kunst und Irrsinn im allgemeinen inspirieren ließ. Wissend, daß aquarellieren heißt, sich wie ein Aquarell fühlen, begann er mit der allmählichen Verfertigung eines Bildes beim Malen eines Pferdes und dessen nachträglicher Vertextung. Doch drängt sich uns die Frage auf, ob Miller das Bild, Weiterlesen …

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Wiedergabe

Dieses Wieder-in-Bewegung-Geraten-des-Bildes durch die schriftliche Wiedergabe eines Strichs, der zu weiteren anstößt, verweist auf die Übergänge, die das Bild zum Bild werden läßt. Malen gleicht wie Schreiben einem Strom, derjaetwas Intensives, Plötzliches und Wandelbares ist, Weiterlesen …