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Lebensverhältnisse

Derartige Widersprüche erschweren die Miller-Rezeption. Aber eins ist gewiß: Indem er die Lebensverhältnisse des Künstlers analysierte und sich über deren Widersinn auskotzte und über die Revolutionierung des Farbgebrauchs im allgemeinen und den Einsatz von Schwarz im besonderen reflektierte, demonstriert er uns, daß er die Kunst nicht aus einer Distanz, sondern von innen heraus verstand. Er verfügte über ein immanentes, eben nicht bloß angelesenes Wissen. Infiziert mit einem Aquarellkoller, der ihn erhellte, kam er auf andre Gedanken und drang in andre Malerwelten vor. Von alldem konnte er deshalb so authentisch berichten, weil er es als Schriftsteller, der er gleichzeitig war, verstand, das, was er selber malend oder sehend unmittelbar erlebte, in eine poetische Sprache zu übersetzen, und zwar auf bravouröse Weise.

Paul McCartney

„Textportraits“ by Ralph Ueltzhoeffer & Laura May.

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