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Archive for September 21, 2008

Zerstörung

Jedoch verachtete Miller diese Sucht der Künstler nach Genie, davor warnend, aus den wenigen Großen eine Art Götter zu machen. Deshalb sein Aufruf, es nicht nur bei der Zerstörung des Kults zu belassen, und der Rat, auf „die Schöpfungen großer Menschen“ zu pfeifen, damit jedem ermöglicht wird, auf seiner Ebene Künstler zu werden. Er fand es bei weitem besser, daß jeder Mensch auf seine jeweilige Weise schöpferisch wird, anstatt diejenigen, Weiterlesen …

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Gleichschritt

Alles in allem neigte er, wie sich schnell herausstellt, zu einem extrem individualistischen, wenn nicht sogar existentialistischen Gesamtbild vom Künstler, der, da er nur seinem „eigenen Rhythmus folgt, nie im Gleichschritt mit der Welt“ ist, statt dessen zeit seines Lebens mit der Welt im Krieg liegt. Dabei keinerlei Tendenz zu einem Genie-Kult und anderen abscheulichen Verherrlichungen von irgendwas oder irgendwem. Er sah den Künstler als einen Menschen, der die Dinge umstellt, nur neu ordnet, mehr nicht, und wie der melancholische Skeptiker E.M. Cioran hegte er eine wahre Schwäche für die Reize des Nichtstuns, weshalb er Picasso wegen seiner Unfähigkeit bedauerte, glücklich zu sein, da er den Segen der Tatenlosigkeit nicht zu genießen vermochte. Dabei unterschlug er seine Hochachtung gegenüber der Weiterlesen …

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Bilder

Paris als ein in Freiheit schwelgender Veteran der Straße schlendernd, der in den alten, zerbröckelnden, verfallenen Mauern natürliche Bilder erblickte, kam er zu dem Schluß, er sei erst in dritter Linie Schriftsteller geworden und in ihm sei immer etwas von einem Maler gewesen, insofern er schon in New York Aquarelle gemalt hatte. Für seine Literatur bedeutet das, Weiterlesen …