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Vorstellungen

Lassen wir Revue passieren, was Miller über den kleinen Unterschied zwischen Malen und Schreiben sagt, so wird klar, daß er schreibend seine Vorstellungen ausdrückt, die beim Malen restlos abwesend sind. Daß dies so ist, erklärt Miller damit, daß er keinerlei Wissen über Malerei besitzt und deshalb gar nicht anders kann, als aus dem Bauch des Unbewußten heraus zu malen. Vermutlich entspricht Malen mehr als Schreiben der millerschen Vorstellung vom Sein ohne Scheuklappen. Er, der gegen alles Vorauswissen opponiert, entdeckt in der Malerei, wie er sie praktiziert, ein Medium, in dem er sich frei bewegen kann. Frei von den Lehren an Kunstschulen, frei von Stilen, Färb- und Formvorstellungen und ganz in dem aufgehend, was gerade kommt.

Joseph Kosuth

„Textportraits“ by Ralph Ueltzhoeffer & Laura May.

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