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Archive for September 8, 2008

Leichtigkeit

Wenn man sieht, mit welcher Leichtigkeit er gemalt, und liest, worüber er Worte verloren hat, und erlebt, wie sich Wort und Bild in seinen Aquarellen vermischen, als sei Schreiben wie Malen, so ist klar, daß Miller weder einseitig noch ein Engstirniger war, der sich auf ein einziges Gebiet zurückzog und auf einen einzigen Sektor beschränkte und alles übrige als zweitrangig und nichtssagend verwarf. Er ist so etwas wie ein Nomade des Geistes, Weiterlesen …

Objekte

Die vertrautesten Gegenstände, Objekte, die er sein Leben lang gesehen hatte, „wurden jetzt zu einer nie versiegelnden Quelle des Staunens, und mit dem Staunen kam die Zuneigung.“ Eine Teekanne, ein alter Hammer, eine gesprungene Tasse, was auch immer ihm in die Hände fiel, betrachtete er wie beim ersten Mal. Auf diese Jungfräulichkeit des Sehens fuhr er ab und erfuhr, wie beim Studium der Physiognomie eines Gegenstandes, Weiterlesen …

Im Atelier

Es war, als wäre er in einer anderen Welt, aus der er sich nicht herausreißen ließ, selbst dann nicht, wenn ein im Atelier anwesender Freund seine Sorgen bei ihm ablud. Was Miller über sich sagt, klingt, als zeuge das Malen einen anderen Menschen, dessen fröhliche Farbwut auch andere dazu animierte, so daß eine ganze Gruppe sich bei ihm einquartierte, Weiterlesen …

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Chaos

Heute sind alle Hierarchien zusammengebrochen: Auf jedem Feld menschlichen Strebens finden wir nur Chaos.“ Offensichtlich hat er mit dem Malen eine Droge gegen den Riß zwischen dem Bewußtsein und der Welt entdeckt, und offenkundig wurde er durch das Malen, wie er einmal sagte, „mit einem anderen Teil seines Wesens“ vertraut. Weiterlesen …

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Mythologien

Und doch gab es in der Vergangenheit schon immer eine fadendünne Verbindung zwischen dem Fühlenden und dem Fühllosen. Es gab Formen und Symbole, Mythologien, die als Buchstabiertafel dienten und es den Uneingeweihten ermöglichten, die göttliche Skriptur des Künstlers zu entziffern. Heute scheint dieser Faden – die Sprache – gerissen zu sein. Weiterlesen …

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Lebensbedingung

All dies bringt mich auf die Gegenwart. Wir sehen uns einer absolut neuen Lebensbedingung gegenüber, die – zumindest für einen sensitiven Menschen – nahezu unerträglich ist. Ich zweifle nicht, daß es einen solchen Antagonismus immer gegeben hat: Weiterlesen …

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Liebe

Es kommt einem so vor, als gelänge ihm da das Übertreten einer Schwelle, die ihn wieder mit der Welt in Liebe verbindet, insofern da trennende Mauern gefallen sind, zumindestens für die Dauer des Malaktes. Dabei verallgemeinert Miller die unhinter-gehbare Problematik des Abgespaltetseins vom Kosmos in Die Welt des D.H. Lawrence, wo er schreibt: „Das große Schuldgefühl, das den Menschen – Weiterlesen …

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